Am 15.2. ging es dann endlich los mit unserem großen Roadtrip. Ich habe mich morgens von meiner Gastfamilie verabschiedet, was mir überhaupt nicht leicht fiel. Aber wir sehen uns ja schon in drei Monaten wieder. Merle hatte die Nacht vorher schon bei mir geschlafen, damit wir am Morgen schnell loskommen. Wir mussten dann noch unsere Mitfahrerin abholen und los ging die Reise Richtung Jervis Bay. In Kiama, einem süßen kleinen Ort, haben wir den ersten Stop gemacht und zu Mittag gegessen. In Jervis Bay waren wir zuerst am weißesten Strand Australiens, dem Hyams Beach. Es hat sich angefühlt wie im Paradies. Wir waren noch an einem anderen Strand baden, der total verlassen war und das hat es zu etwas ganz Besonderem gemacht. Wir haben uns dann entschieden im National Park zu campen und haben noch nette Australier kennengelernt, die nebenan gecampt haben. Am nächsten Tag haben wir noch ein paar Strände angeguckt und dann ging es weiter nach Canberra.
Canberra ist die Hauptstadt Australiens, was viele Leute nicht wissen. Dort haben wir eine Nacht verbracht und an den Tagen das Australian War Memorial, ein Museum über die Kriege, die Australien geführt hat, das Old und New Parliament House und den Lake Burley Griffin angesehen. Viele Touristen finden Canberra total langweilig, deswegen sind wir mit gar nicht gromich ßen Erwartungen hingefahren. Aber wir waren positiv überrascht. Canberra ist total anders als alle anderen Städte in denen ich je war. Man sieht total, dass die Stadt geplant wurde und alle Hauptattraktionen auf einer Achse liegen, aber durch die Planung gibt es überall in der Stadt ganz viele Grünflächen. Außerdem hat die futuristische Bauweise sehr an ein paar Science-Fiction-Filme erinnert.
Von Canberra ging es weiter nach Wagga Wagga, wo wir am nchsten Tag ein Schafsverkauf angeguckt haben. Das war sehr beeindruckend und hat sich richtig australisch angefühlt. Danach waren wir noch in einem kostenlosen Zoo. Ab dann sind wir relativ viel am Tag gefahren und haben uns für die Nacht freie Campingpltze gesucht, die oft irgendwo im Nirgendwo lagen und fernab von jeglicher Zivilisation waren. Wir haben am nchsten Tag noch einen Stop in Mildura eingelegt, ein Ort mit vielen Obstplantagen, allerdings war es dort ziemlich langweilig.
Am darauffolgenden Tag haben wir schon fast Adelaide erreicht und uns erstmal die ganzen umliegenden Weinregionen angeguckt. Wir waren auf einem Farmer's Market, auf einer Weinplantage und waren in der deutschen Siedlung Hahndorf. Dort ware alles sehr klischeehaft gestaltet und wir haben uns sehr ber die deutschen Vorurteile amüsiert. Aber wir haben auch neidisch auf das deutsche Essen in den Restaurants geschielt. Da es in Adelaide kaum freie Campingplätze gibt, haben wir nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Also haben wir bei Couchsurfing ein paar Leute angeschrieben und sind dann bei einer jungen, australischen Frau in den Adelaide Hills gelandet. Couchsurfing ist eine Plattform, die es einem ermglicht bei einheimischen Leuten umsonst zu wohnen und so die Kultur mitzuerleben. Es war unser erstes Mal Couchsurfen und unser Host war so gastfreundlich und offen. Zum Dank haben wir ihr deutsche Bratkartoffeln zum Abendessen gekocht. Danach waren wir mit ihr und ihren Freunden noch auf dem Fringe Festival, einem riesigen Fest über vier Wochen in Adelaide mit Karusseln, Fressbuden und vielen Shows. Alles dort war total detailliert und verspielt gestaltet.
Am nächsten Tag haben wir uns von unserer Gastgeberin verabschiedet und sind nach Adelaide gefahren. Auf dem Weg haben wir noch beim Mount Lofty gehalten, von wo man eine tolle Aussicht auf die Stadt hatte. In Adelaide haben wir die kommenden Tage noch die Innenstadt und den bekannten Strand Glenelg angeguckt. Außerdem mussten wir das Auto dort noch auf meinen Namen ummelden und ich musste zum Arzt, da es mir schon ein paar Tage schlecht ging und ich mir eine ordentliche Mandelentzndung zugezogen hatte. Dann waren wir nochmal beim Fringe, weil es so toll war. Als dann am 23. alles erledigt war, ging es aus Adelaide weiter nach Perth.
We travelled from Sydney to Adelaide and visited Jervis Bay, Canberra, Wagga Wagga, Mildura and the Adelaide wine regions on the way. We really liked Canberra and saw a sheep livestock sale in Wagga Wagga. In the Adelaide Hills we visited Hahndorf, a german village, and couchsurfed at a nice girl's place. We went to the Fringe Festival in Adelaide, which is really amazing. I also finally got the car registered in my name and I had to go to see the doctor. We had a really nice time on our way.