Samstag, 16. Januar 2016

Endspurt {Der fünfte Monat}


Der fünfte Monat ist vorbei und so langsam neigt sich die Zeit bei meiner Gastfamilie dem Ende zu. Die letzten Wochen waren gefüllt mit Feiertagen, aber zu Weihnachten und Silvester gab es ja schon einen Post. Hier erzähle ich euch, was diesen Monat sonst noch so passiert ist.

Die Sommerferien (das hört sich absurd im Dezember an, oder?) haben am 17. Dezember angefangen und um die Ferien einzuläuten sind wir mit den Kindern an dem Tag ins Australian Museum gefahren und hatten mal wieder viel Spaß dort. Die Woche darauf waren wir mit den Kindern auch noch auf Cockatoo Island, wo ich ja schon einmal mit Claire gewesen bin. An dem Tag hat es in Strömen geregnet, aber das hat uns nicht davon abgehalten eine "Convict Clue Challenge" zu machen und Hinweise über die Gefangenen auf der ganzen Insel zu suchen. Danach waren wir zwar alle pitschnass, aber dafür glücklich.

Rumalbern im Museum
An einem Samstag mit strahlendem Sonnenschein haben Claire und ich einen Jetboat-Ride im Hafen gemacht. Obwohl ich erst ein bisschen nervös war, hat es im Endeffekt so viel Spaß gemacht über's Wasser zu düsen, dass ich gar nicht aufhören wollte. Videos und Fotos konnte leider nur Claire mit ihrer Gopro machen. Diese habe ich momentan noch nicht, sie kommen aber bald. Nach der Fahrt sind wir noch zum picknicken auf den Observatory Hill, von dem man eine tolle Sicht auf die Harbour Bridge hat. Das tolle Wetter haben auch viele Leute genutzt, um dort Fotoshootings zu machen. Mich hat der Ort besonders begeistert, da eine meiner Lieblingsserien "Dance Academy" teilweise dort gefilmt wurde. Am Abend haben wir dann noch das Feuerwerk am Darling Harbour angeguckt. Dort gibt es jeden Abend um 21 Uhr ein Feuerwerk und umso näher Neujahr rückt, desto größer wird es. Also hatten wir schon eine sehr beeindruckende Show, die ganz klar in den Farben Weihnachtens gehalten war.

Observatory Hill
Feuerwerk am Darling Harbour
Am nächsten Tag bin ich mit drei Freundinnen zum Palm Beach gefahren. Das Besondere an diesem Strand ist, dass es eine ganz schmale Landzunge ist, die auf der einen Seite vom Ozean und auf der anderen Seite vom stehenden Gewässer "Pittwater" umgeben ist. Im Norden beim Leuchtturm hat man eine tolle Sicht auf beide Strände. Wir wollten also auch hoch zu diesem Leuchtturm, haben uns aber ein wenig verlaufen und sind auf einer Sanddüne gelandet und von dort aus im Gebüsch. Als wir wieder rausgefunden hatten, sind wir den richtigen Weg hoch zum Leuchtturm gelaufen. Es war so heiß und ich dachte ich gehe ein. Aber zum Glück wurde man oben mit einer tollen Aussicht belohnt. Als wir ein paar Fotos geschossen hatten, sind wir wieder runter. Erst an den Pittwater-Strand, wo ich ein bisschen schnorcheln war und dann an den Ozean-Strand, um in die Wellen zu springen. Alles in allem ein wirklich schöner Tag.

Palm Beach
Golden Gaytime - typisch australisches Eis
Von vorne ging nicht - mein Gesicht war knallrot
Am 27. Dezember war ich mit Claire und Patricia in Newtown, einem Stadtviertel von Sydney, dass mich sehr an Melbourne erinnert. Wir waren in einem sehr süßen Café und haben einen sehr bekannten Baum, den Friedhof und die zahlreichen Graffitis angeguckt. Danach haben wir noch einen Abstecher nach Kings Cross, das Backpacker-Viertel schlechthin, gemacht und uns dort ein bisschen umgesehen.
Grafitti in Newtown
Am darauffolgenden Tag habe ich mich mit einem Mädchen getroffen und wir haben zusammen den Manly Scenic Walk gemacht. Das ist definitiv einer der schönsten Walks, die ich bis jetzt gemacht habe. Es geht 10 km an der Hafenkante entlang, teilweise durch einen Nationalpark und vorbei an tollen Stränden und Buchten. Man startet in dem bekannten Viertel Manly und läuft bis zur Spit Bridge. Ich fand den Walk deutlich schöner als den Bondi to Coogee Walk, merkwürdigerweise ist er aber längst nicht so bekannt. Glück für uns, denn teilweise kamen uns streckenweise keine Personen entgegen.
Fähre nach Manly
Ich liebe diese Aussicht 
Yachthafen 
Paradise
Mitten in der Stadt
So klares Wasser
Ich finde diese freien Pools im Hafen so toll
Diesen Monat war ich auch das erste Mal in Sydney feiern und es war echt cool. Zwar anders als in Melbourne oder Geelong, aber wir hatten trotzdem eine Menge Spaß und alles ist gut gelaufen. Irgendwie habe ich uns sogar in einen Club gebracht, für den man eigentlich auf der Gästeliste stehen musste. Es war so gut, dass wir das sogar schon wiederholt haben. Was aber auffällt ist, dass hier deutlich mehr Backpacker und nicht so viele Australier in den Clubs unterwegs sind
Night Out mit Noemi und Anne
Anfang Januar war ich für ein paar Tage im Urlaub, aber dazu gibt es noch einen separaten Post.

Der fünfte Monat war für mich eher eine Tiefpunkt der Aupair-Zeit. Durch die Weihnachtszeit habe ich zuhause sehr vermisst. Außerdem waren durch die Ferien alle vier Kinder den ganzen Tag zuhause und haben sehr an meinen Nerven gezerrt. Zu viert vervierfacht sich das Frechsein jedes einzelnen, was dann sehr anstrengenden ist. Ich hatte deswegen teilweise echt überhaupt keine Lust auf die Arbeit. Ich hoffe, das ändert sich jetzt noch mal für die letzen vier Wochen, aber die letzten Tage war es schon viel besser.

Die Zeit vergeht jetzt noch mal viel schneller, ich freue mich schon sehr darauf, die letzten Wochen mit meiner Gastfamilie zu genießen und noch einige Dinge hier in Sydney zu erleben. Aber ich habe auch noch eine riesige To-Do-Liste an Dingen, die ich noch erledigen muss, bevor ich meine Gastfamilie verlassen. Außerdem steigt die Vorfreude auf's Reisen ungemein. Bald gibt es auch noch einen Post zu meiner Reiseroute.
Bis dahin,
Lisa 

Freitag, 8. Januar 2016

Frohes neues Jahr! {Weihnachten und Silvester am anderen Ende der Welt}

(Ich habe das offizielle Video vom Feuerwerk eingefügt, weil meine Aufnahmen nicht so gelungen sind)

Vanillekipferl - Backen gehört einfach dazu 
Meine Gastfamilie fand die Zimtsterne am besten und die Kids hatten eine Menge Spaß beim Backen

Erstmal wünsche ich euch allein ein frohes neues Jahr 2016 und hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht seid! "Einen guten Rutsch" wünschen oder ähnliches gibt es hier übrigens nicht. Ich will euch ein bisschen erzählen, wie ich Weihnachten und Silvester in Down Under verbracht habe.

Heiligabend am Strand
Merry Christmas!
Das einzig gelungene Bild
Die Sonne hat ein wenig geblendet
Gruppenfoto mit in etwa der Hälfte der Leute
Die Australier feiern wie viele europäische Nationen auch nicht am 24. Dezember. Mir persönlich ist der Tag aber am wichtigsten und ich wollte schon etwas besonderes machen. Deshalb habe ich mir mit zwei Freundinnen überlegt, dass wir ein Barbecue am Strand machen können. Heiligabend auf australisch. Wir fanden's aber zu dritt ein wenig einsam und daraufhin habe ich in eine der viele Facebook-Gruppen geschrieben und unseren Plan erklärt. Die Resonanz war unglaublich. Innerhalb von ein paar Stunden hatten sich so viele Menschen gemeldet und es wurde ein Facebook-Event erstellt. Ich war nur ein bisschen besorgt, weil meine Name unter dem ganzen stand. 
Am 24. selber habe ich erstmal ausgeschlafen und dann den Tag in Ruhe angehen lassen. Ich war noch ein bisschen Proviant einkaufen und habe mich dann um 14 Uhr mit Kim und Alina getroffen. Wir sind zusammen zum Bronte Beach gefahren, wo das ganze stattfinden sollte. Schon im Bus haben wir die ersten Deutschen getroffen, die auch dorthin wollten. Zu übersehen waren die anderen mit lauter Weihnachtsmützen nicht, Deutsche erkennt man sowieso immer schon aus 100 Metern Entfernung. Es waren wahnsinnig nette Leute dort und wir hatten einen schönen Nachmittag mit Barbecue, Flunkyball und am Strand sitzen. Das hat einen dann auch vergessen lassen, dass man gerade nicht zuhause ist und die Familie zuhause unter dem Tannenbaum sitzt. Insgesamt waren schätzungsweise über den Tag verteilt 200 Leute da, schon ganz schön viele. Um 21 Uhr musste ich mich dann aber auch auf den Heimweg machen, weil es am nächsten Tag früh weiterging.

Weihnachtsfoto für den Fotokalender
Noch schnell ein Foto bevor die Bescherung beginnt
Avalon Beach
In Australien kommt Santa nämlich in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und sobald die Kinder wach sind, werden die Geschenke ausgepackt. Weil meine Kids immer so zwischen 6 und 7 Uhr aufwachen, habe ich mir den Wecker auf 6 Uhr gestellt. Es waren auch schon alle im Wohnzimmer und haben die Geschenke begutachtet. Jeder hat abwechselnd ein Geschenk aufmachen dürfen. Ich fand, die Kinder haben echt schöne Dinge bekommen und auch nicht im Übermaß, wie es wohl in vielen anderen Familien der Fall ist. Ich habe den Kindern jeweils eine Kleinigkeit geschenkt und für alle zusammen das Spiel "Twister". Für meine Gasteltern hatte ich mit den Kindern einen Fotokalender gestaltet, worüber sie sich sehr gefreut haben. Was ich auch sehr amüsant fand, ist, dass ich Johnny einen kleinen Spielzeugtraktor geschenkt habe und er sich darüber fast am meisten gefreut hat und ihn überall mit hingenommen hat und allen gezeigt hat. Ich habe von meiner Gastfamilie Geld bekommen, um mir einen Backpack zu kaufen. Davon erzähle ich euch aber demnächst noch. Als alle Geschenke ausgepackt waren, habe ich noch das Paket von zuhause geöffnet und mich auch sehr darüber gefreut.
Nach der Bescherung habe ich noch mit Mama und Papa geskypet, weil zuhause ja auch gerade alles gelaufen war; wir hatten praktisch gleichzeitig Bescherung. Ich konnte aber nicht allzu lange mit Ihnen sprechen, weil meine Gastfamilie los zum Strand wollte und ich gerne mitkommen wollte. Nach dem Auflegen überkam mich dann aber richtig das Heimweh und ich konnte mich nicht mehr zusammenreißen. Meine Gasteltern haben das mitbekommen und mich gedrückt und dann versucht mich abzulenken. Die Kinder haben das natürlich auch gesehen und waren so zuckersüß. Johnny hat sich aus seinem Autositz zu mir rübergelehnt und mich ganz lange umarmt und dann für den Rest der Fahrt meine Hand gehalten. Am Strand war es dann schon besser und ich habe mit den Kindern ein bisschen im Wasser gespielt. Wir waren am Avalon Beach, einer der Northern Beaches in Sydney. Dort gab es auch einen Rockpool, in dem wir schwimmen waren. Es ist schon verrückt an Weihnachten am Strand zu liegen. Nach einem kleinen Picknick sind wir dann wieder zurück nach Hause gefahren. Da meine Gasteltern keine Hilfe beim Essenvorbereiten brauchten, habe ich mich kurz zurück gezogen und ein paar Nachrichten nach Hause geschrieben. Zum Lunch gab es dann Prawns (Garnelen) mit Beilagen. Seafood ist ein sehr typisches Weihnachtsessen in Australien. Wir haben dann ausnahmsweise mal in Ruhe und ausgiebig gegessen. Da meine Gastfamilie aber keine Verwandten in der Nähe hat, waren wir nur zu siebt. Nach dem Essen war erst mal Mittagsruhe. Ich habe noch ein bisschen mit Tom Lego zusammengebaut und das war dann fast wie zuhause, weil mein Bruder das auch jedes Jahr an Weihnachten macht. Meine Gastfamilie hat den restlichen Tag nichts mehr gemacht und da für mich der Gottesdienst für Weihnachten dazugehört, bin ich noch in die Stadt zur Kirche gefahren. Es gibt hier nicht viele evangelische Kirchen und deswegen habe ich mich dazu entschieden zu einer der großen katholischen Kathedralen in der Innenstadt zu fahren. Ich habe mich dort mit zwei Mädchen getroffen, die auch gerne zum Gottesdienst gehen wollten. Die Messe an sich war nicht so interessant, sehr langwierig und eintönig. Aber das kannte ich ja schon von den katholischen Messen in Frankreich, da ist mir unser Krippenspiel zuhause lieber. Außerdem liefen während des gesamten Gottesdienst Touristen durch die Kirche und haben Fotos gemacht, das fand ich auch ein bisschen befremdlich. Wieder zuhause habe ich den restlichen Abend mit meinen Eltern geskypet, um zumindest ein bisschen Weihnachten zuhause zu sein.
Der 26. Dezember war dann sehr unspektakulär. Ich musste den ganzen Tag arbeiten und hatte somit die Kinder von morgens bis abends, während die Eltern auf einer Bootsfeier waren. Die Kinder waren wegen der ganzen neuen Spielsachen ziemlich aufgedreht und haben mich an dem Tag ziemlich oft auf die Palme gebracht. Ich war dann einfach nur glücklich, als die Eltern wieder zuhause waren und ich ins Bett fallen konnte.
Einige Tage später sind dann noch zwei Päckchen bei mir eingetrudelt. Von meiner Tante habe ich eine süße Karte und tolle Ohrringe bekommen und meine Mädels haben mir das Bild vom Abiball eingerahmt geschickt. Ich habe mich sehr gefreut und bin so froh, tolle Menschen zuhause zu haben.

Insgesamt war es schon ein besonderes Erlebnis, Weihnachten auf einem anderen Kontinent im Sommer zu verbringen, aber einmal im Leben an Weihnachten nicht zuhause zu sein, reicht auch. Ich hatte schon in der Vorweihnachtszeit öfter leichtes Heimweh und es ist hier nicht wirklich ein besonderes Fest wie zuhause. Dass die Weihnachtszeit meine Lieblingszeit im Jahr ist, hat es dann nicht einfacher gemacht. Wenn man über die Festtage nicht daheim ist, merkt man erst richtig, wie wichtig einem das Zusammenkommen zu dieser Zeit ist. Ich war einfach nur froh, dass Weihnachten vorüber ist, habe mich dafür aber wahnsinnig auf Silvester gefreut.

Ein Teil der endlosen Schlange
Aussicht vom Mrs. Macquarie's Chair 
Langeweile vertreiben
"Ruhe vor dem Sturm"
All die Selfie-Stäbe
Lieblingsbild
Es war schon ein eindrucksvolles Feuerwerk
Sydney ist ja die Silvester-Stadt schlechthin und das wollten wir natürlich ausnutzen. Die beste Sicht auf das Opera House und die Harbour Bridge hat man vom Mrs. Macquarie's Chair, einem Teil des botanischen Gartens. Das wussten aber natürlich nicht nur wir, sondern noch ganz viele andere Menschen. Ab 10 Uhr war Einlass, aber schon Stunden vorher haben sich die Menschen angestellt. Wir haben uns mit einer Gruppe von einigen Aupairs entschlossen, uns um 6 Uhr in der Früh in die Schlange zu stellen. Das hieß also um 4:30 aufstehen. Nach uns wurde die Schlange immer noch länger und länger, diese Menschenmassen waren echt beeindruckend. Bis 10 Uhr saßen wir dann also in der Sonne und ab dann kamen wir Stück für Stück auf das Gelände. Wir hatten dann einen tollen Platz im Schatten, dafür hat sich das anstellen dann gelohnt. Wir hatten alle so viel Essen dabei, dass wir kein Stück hungrig geworden sind. Den Tag haben wir dann mit dösen, Uno spielen und viel essen verbracht. Um 21 Uhr war das Familienfeuerwerk. Das habe ich bei Tinja, die auch aus Melbourne hier war, angeguckt, weil man von dort eine bessere Sicht auf's Opera House hatte. Ich fand das schon sehr schön und eindrucksvoll, obwohl es deutlich kleiner war. Um Mitternacht war dann das große Feuerwerk, aber schon eine Stunde vorher haben die Leute gedrängelt und alles hat sich nach vorne verschoben. Wir haben uns dann auch in die Maßen begeben und versucht, so weit wie möglich vorzukommen. Wir waren zwar echt nah dran, aber durch die ganzen großen Leute und die Selfie-Stäbe konnte ich nicht alles sehen. Das mit den ganzen Selfie-Stäben hat mich sowieso ein bisschen geärgert, warum muss man das alles komplett aufnehmen und kann nicht einfach den Moment genießen? Dadurch, dass wir unter einem Baum standen, war die Sicht nach oben auch noch mal ein bisschen beschränkt. Aber es war auch ein einmaliges Erlebnis zwischen Tausenden von Menschen eigedrängt zu stehen und zum Himmel hochzustaren und das Feuerwerk zu bestaunen. Um Mitternacht sind sich dann auch alle Leute um den Hals gefallen und haben sich ein "Happy New Year" gewünscht, egal, ob man sich nun kannte oder nicht. Nach dem Feuerwerk hat sich alles aber sehr schnell aufgelöst. Wir haben uns auch von der Gruppe verabschiedet und ich bin mit Anne und Noemi zum Bahnhof gelaufen. In der Innenstadt war alles sehr gut organisiert, die Straßen waren gesperrt, sodass die Ströme auf der Straße zu den Bahnhöfen laufen konnten. Wenn die Stationen zu überfüllt waren, wurden sie geschlossen und man wurde zu einer anderen geleitet. Wir waren vom dem langen Tag so müde, dass wir direkt nach Hause wollten. Außerdem war die Stadt kurz darauf sowieso wie ausgestorben, gefeiert wird hier eher am 1.1. Die Züge fuhren auch alle paar Minuten, sodass ich um kurz nach 2 zuhause war. Ich habe noch schnell Ohropax in die Ohren gesteckt, damit ich am nächsten Tag mal irgendwie ausschlafen konnte und bin dann sofort eingeschlafen. Am nächsten Tag habe ich auch einigermaßen lange geschlafen und danach ruhig in den Tag gestartet. Um 17 Uhr musste ich dann arbeiten und abends habe ich noch mit Zuhause geskypet, um ein frohes neues Jahr zu wünschen. Der erste Januar war also sehr unaufgeregt.

Feuerwerk um Mitternacht
Opera House und Harbour Bridge 
Die Bildschirme haben schon ein wenig gestört
Sicht auf dem Heimweg
Silvester hat mir hier echt gut gefallen und ich fand auch, dass Sommer und der Jahreswechsel ganz gut zusammenpassen. Man ist ja eh den ganzen Tag draußen und feiert, da sind warme Temperaturen schon ganz angenehm. Auch das Anstellen für's Feuerwerk mit Festival-Charakter war eine Erfahrung wert und ich bereue es kein Stück, aber noch mal machen würde ich es wahrscheinlich nicht.
Ich freue mich jetzt einfach auf 2016 und die vielen tollen Sachen, die ich machen dürfen werde. 2015 war ein klasse Jahr mit Abitur, Abiball, meinem 18. Geburtstag und Australien und ich vermute 2016 kann das sogar noch toppen.
Habt einen schönen Start in 2016!
Bis bald,
Lisa

Freitag, 1. Januar 2016

I love places that make you realize how small you and your problems are {Roadtrip Blue Mountains}


Am 6.12. bin ich mit vier anderen Mädels in den Blue Mountains National Park gefahren, der ganz nah an Sydney liegt und für viele Besucher ein absolutes Muss ist. Morgens um 6 haben wir uns schon getroffen, damit wir nicht in den Verkehr kommen. Unser erster Stop waren die Wentworth Falls, sehr beeindruckende Wasserfälle.
Die Truppe
Blick auf den Wasserfall
Danach ging es weiter nach Katoomba, dem wohl bekanntesten Ort im National Park. Von dort erreicht man nämlich die Three Sisters, das Wahrzeichen der Blue Mountains. Leider hatten wir dort nicht so viel Zeit, da wir kein Parkticket gezogen hatten und schnell wieder zum Auto mussten.

Three Sisters
Ich vor den Three Sisters
Wir haben dann noch einen kleinen Abstecher zu einer anderen Aussichtsplattform gemacht. Ich fand es dort besonders schön, weil kaum andere Menschen da waren und man ein riesiges, stilles Tal vor sich liegen hatte.

Evans Lookout
Bridal Veil Falls
Weiter ging's zu den Jenolan Cave, unserem eigentlichen Ziel. Diese Tropfsteinhöhlen sind die ältesten der Welt und zu dem noch sehr groß. Wir hatten eine anderthalbstündige Tour durch die größte Höhle, die Lucas Cave, gebucht. Der Führer, einer alter Mann, war sehr charmant und hat die 60 Personen Gruppe gut zusammengehalten. Mir hat am besten der Raum "Kapelle" gefallen, weil es dort ein tolles, beeindruckendes Licht- und Musikspiel gab. Allerdings fand ich die Höhlen insgesamt nicht so spektakulär, da sie denen, die ich schon in Europa gesehen hatte, sehr ähnlich waren. 

Felswand
Stalagnat
Witzige Figuren
Stalaktiten
Als die Tour zu Ende war, haben wir noch eine kleine Runde um den Süßwassersee gemacht und eine Schildkröte entdeckt. Außerdem haben wir noch eine Höhle entdeckt, die man auf eigene Faust erkunden durfte. Nach ein bisschen Skepsis haben wir das dann auch getan, aber besonders aufregend war es dort auch nicht.

Süßwasserschildkröte
Echo testen
Felsspalte
Devil's Coach House
Eingang zu den Caves
Nach einem kleinen Picknick haben wir uns dann auch schon auf den Rückweg gemacht. Wir haben noch einen kleinen Stop in einem Tal eingelegt und sind einem Wanderweg gefolgt. Als der sich aber nach ein paar hundert Metern im Wald verlor, sind wir umgedreht, da uns das doch ein bisschen zu unsicher war. Abends um 18 Uhr waren wir dann wieder zurück in Sydney und alle sehr erschöpft.

Insgesamt haben mich die Blue Mountains mit den grünen Tälern und den ganzen Eukalyptus-Bäumen sehr an die Grampians nahe Melbourne erinnert. Trotzdem hatten beide einen unterschiedlichen Charme.

Bis zum nächsten Mal,
Lisa