Samstag, 20. Februar 2016

And then I realised adventures are the best way to learn {der sechste Monat}

Garten des Government Houses
Wollomooloo Quay
Opera House
Schaukeln über Sydney
Sydney vom botanischen Garten
Wasserlilien
Mrs. Macquarie's Chair
Letzter Abend mit der besten Gastfamilie
Konzertsaal im Opera House
Bondi Iceberg Pool
Giraffengehege mit Aussicht
Gorilla
Iceberg Pool
Klippenspringen am Wattamolla Beach
Pylon Lookout
Sydney bei Sonnenuntergang
Aussicht von der Harbour Bridge
Fähre nach Manly
So schöne Farben beim Sonnenuntergang!
Pylon Lookout
Sydney Observatory
Mit so hübscher Aussicht
Toms und Lucindas erster Schultag
Harrys Einschulung
Baden mit Lulu
Picnic am Bushranger's Bay
Sicht beim St. George Open Air Cinema
Beginn des Films
Feiern mit Anne und Noemi...
... und mit Claire
Australia Day
Mein kleiner JJ
Party mit Merle
Und Party mit Merle und Christina
Baden im Figure Eight Pool
Royal National Park
Weg zu den Pools
Brandung
Die Pools
So schnell vergeht die Zeit und schon sind sechs Monate Au Pair vorbei. Ich hatte eine tolle Zeit und einen wunderbaren letzten Monat. Die Zeit rannte in den vier Wochen nochmal besonders und ich habe versucht jeden Moment zu genießen. Ich habe noch einige Sachen gemacht, die noch auf meiner To-Do-Liste für Sydney standen.

Unter anderem habe ich eine gefhrte Tour durch das Government House gemacht, dort lebt und arbeitet der Vertreter der britischen Knigsfamilie. Direkt im Anschluss war ich beim Opera House und habe dort auch eine gefhrte Tour gemacht, in der man verschiedene Vorstellungsrume gesehen und hinter die Kulissen geschaut hat. Ich war sehr positiv berrascht von den Einblicken, die man bekommen hat. 

Schon lange vorher hatte ich Tickets fr das St. George Open Air Cinema gekauft. Das ist ein Freilichtkino beim Mrs. Macquarie's Chair mit Sicht auf die Skyline. Wir haben The Danish Girl geguckt, ein Film ber Transsexualitt. Es herrschte dort eine ganz tolle Stimmung und als es dunkel war, sind noch Flughunde ber dem Bildschirm gekreist. Ein absolut tolles Erlebnis!

Auerdem war ich auch noch ein paar Mal im botanischen Garten, der mich jedes Mal auf's Neue verzaubert. Der Mrs. Macquarie's Chair ist auch einfach mein Lieblingsort in Sydney, man hat immer so eine tolle Sicht auf die Skyline. An einem freien Dienstag bin ich auch nochmal hoch auf die Harbour Bridge auf das Pylon-Lookout, von wo man einmal einen tollen Blick auf die Brcke selber und auf die gesamte Stadt hatte. Danach waren wir noch beim Sydney Observatory, einer alten Sternwarte. Ich habe mir das Museum angeguckt und die Aussicht auf die Harbour Bridge genossen.

An einem Sonntag bin ich mit ein paar Freunden in den Taronga Zoo gegangen. Besonders toll fanden wir die Gorillas dort, sie waren einfach so clever und haben die Besucher ganz genau beobachtet. Auerdem hatte man vom Giraffengehege einen tollen Blick auf die Skyline. Wir haben noch eine Seelwenshow angesehen, in der die Geschichten der einzelnen Tiere erzhlt wurden.  Zurck ging es erst mit einer Gondel ber den Zoo und dann mit der Fhre in die Stadt. 

An einem anderen Sonntag sind wir in den Royal National Park gefahren (das erste Mal mit dem eigenen Auto unterwegs!) Dort haben wir zuerst eine anstrengende Wanderung zu den Figure Eight Pools gemacht. Das sind natrliche Pools in den Felsen, in denen man schwimmen gehen kann. Der eine Pool ist geformt wie eine 8 und sehr bekannt und somit fr Fotos beliebt. Wir sind dort auch ein bisschen in den Pools schwimmen gegangen, sind aber bald zurck, weil die Flut kam und es sehr gefhrlich wurde. Dort wurden oft schon Menschen von den Wellen erfasst und an die Felsen geklatscht. Von dort aus sind wir zum Wattamolla Beach gefahren, der an einer Bucht mit ganz viel Teebume lag, sodass das Wasser ganz braun und pflegend war. Dort konnte man auch Klippenspringen und wir sind sogar von der niedrigeren Klippe gesprungen. Obwohl wir mitten in einem Nationalpark waren,  war es dort sehr berfllt. 

Mit ein paar Freundinnen war ich zum Sonnenuntergang einen Abend in Dover Heights. Das ist ein etwas hher gelegener Stadtteil, sodass man eine schne Sicht auf die Skyline hat. Auerdem steht dort eine Schaukel, weswegen der Ort sehr beliebt zum fotografieren ist. Das haben wir natrlich auch gemacht. 

Ich war auch noch ein paar Mal feiern. Ein Mal mit meiner liebsten Claire und dann mal wieder mit Noemi und Anne. Am 26. Januar war Australia Day, der australische Nationalfeiertag, und Claire und ich waren in der Stadt und haben alle touristischen Attraktionen mitgenommen. Es gab Australien-Flaggen, -Tatoos und Mtzen umsonst und berall in der Stadt wurde Live-Musik gespielt. Wenn der deutsche Nationalfeiertag so gefeiert werden würde wie in Australien, wrden uns alle schrg angucken, aber hier ist Nationalstolz halt normal. Das war auch mal ganz angenehm zu erleben. 

Ende Januar hat die Schule fr die Kinder angefangen und Harry hatte seinen allerersten Schultag in der Vorschule. Fr mich hat die entspanntere Zeit damit wieder angefangen und fr die Kinder war es natrlich ganz aufregend. Süß sahen sie aber alle in der Schuluniform aus.

Anfang Februar ist meine beste Freundin Merle nach Sydney gekommen und wir haben noch ein paar Dinge gemeinsam unternommen. Wir waren mal wieder am Opera House um am Mrs. Macquarie's Chair und am Bondi Beach. Diesmal bin ich auch endlich mal im berhmten Iceberg Pool baden gegangen, der so schn in den Ozean bergeht. Auerdem sind wir nochmal bei Sonneuntergang mit der Fhre nach Manly gefahren, das ist sowieso immer eine gute Idee. Wir waren auch gemeinsam feiern, praktisch Wiedersehensfeiern. Christina hatte in ihrer Travelzeit auch noch einen Tag Zwischenstop in Sydney und wir sind auch alle zusammen nochmal an einem Montag feiern gegangen.

Mit meiner Gastfamilie war ich zwei Wochenende schnorcheln. Einmal sind wir zum Bushranger's Bay, zweieinhalb Stunden auerhalb von Sydney gefahren. Whrend die Groen schnorcheln waren, habe ich mit den Kleinen am Strand gespielt. Das war mal entspannte Arbeitszeit. Ich durfte auch noch ein paar Mal schnorcheln gehen, es gab schon einiges zu sehen, aber das Wasser war relativ aufgewirbelt. Auerdem gab es viele Bluebottle Jellyfish, die bei einem Stich sehr weh tun, und der Strand war sehr steinig, was es nicht sehr angenehm zum Spielen am Strand gemacht hat. An meinem letzten Tag waren wir noch am Shelly Beach in Manly schnorcheln. Dort war es zwar sehr voll, aber dafr gab es echt viel im Wasser zu sehen. Wir haben ein paar groe Fische und sogar Rochen gesehen. Ich bin einige Male mit meiner Hostmum rausgeschwommen und wir waren ziemlich beeindruckt. Allerdings wurde Tom von einer Bluebottle gestochen, whrend ich mit ihm drauen war, das war nicht so spaig. Alles in allem war es aber ein toller Tag. Abends sind meine Gasteltern noch mit mir und den Kindern in ein deutsches Restaurant zum Abschied gegangen und es gab Sekt und leckere Schnitzel. Das war ein schner letzter Tag, aber das Aufwiedersehen-Sagen fiel mir nicht leicht.


Insgesamt habe ich die letzte Zeit mit meiner Gastfamilie noch einmal sehr genossen und intensiv wahrgenommen. Die Kinder sind mir inzwischen so wichtig und meine Gastmutter ist eine gute Freundin geworden. Sie werden mir alle sicherlich doll fehlen. 

Jetzt geht das Reisen aber los und darauf freue ich mich schon wahnsinnig!

Bis bald,

Lisa

Samstag, 13. Februar 2016

Don't call it a dream, call it a plan {Reiseroute}

Nächsten Montag geht es schon los! So schnell sind 6 Monate vorbei und ich muss meiner Gastfamilie "Goodbye" sagen. Dafür geht es jetzt noch mal drei einhalb Monate ans Reisen und darauf freue ich mich schon riesig. Ich wollte euch immer noch mal meine Reiseroute zeigen und die Pläne erzählen, also here we go!



Meine beste Freundin Merle ist jetzt schon ein paar Tage hier und wir werden auch gemeinsam die ersten zwei Monate reisen. Von Sydney aus geht es erst mal nach Adelaide. Unsere erste Zwischenstopps haben wir in Jervis Bay und Canberra geplant. Von Adelaide geht es dann weiter nach Perth und von dort hoch die Ostküste über Broome nach Perth. Wir haben bis jetzt nur die ersten paar Stops geplant und gucken dann auf dem Weg, wo es sich lohnt anzuhalten und wo es uns gefällt. Ein paar Ideen habe ich aber über die Zeit schon gesammelt.

Aus Darwin fliegt Merle dann Anfang April wieder zurück nach Bali und wir verkaufen unser Auto. Ich fliege von dort weiter nach Cairns, wo ich mich mit meiner Mama am 16.4. treffe. Wir reisen dann 3 Wochen die Westküste bis Brisbane runter, von wo aus Mama wieder nach Hause fliegt.

Das letzte Stück von Brisbane nach Sydney reise ich mit Noah, der aus Neuseeland herkommt, und es ist geplant, dass wir dann noch für ein paar Tage nach Tasmanien fliegen. Mein Rückflug geht am 29. Mai aus Sydney. Ich habe dann noch vier Tage Aufenthalt in Singapur, bevor ich am 3. Juni wieder auf deutschem Boden lande.

So sehen bis jetzt die Pläne aus, eventuell ändert sich noch etwas, aber ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. Allerdings weiß ich nicht, wie regelmäßig ich in den nächsten Wochen Internet habe, ich versuche möglichst oft mal ein Update zu schreiben!

Bis dann,
Lisa 

Montag, 8. Februar 2016

Say yes to new adventures {Vorbereitungen Reisen}

Ich wollte euch immer noch mal von ein paar Dingen erzählen, die sich in letzter Zeit so verändert haben. 
Der Backpack
So sieht er unbefüllt, getragen aus
Fangen wir mal mit dem Unspektakulärsten an: Ich habe mir einen Backpack gekauft. Da ja bald das Reisen losgeht und mein Koffer viel zu riesig und schwer ist, brauchte ich eine Alternative. Und da war ein Backpack natürlich das Naheliegendste. Ich habe nach einem gebrauchten Rucksack auf Facebook gesucht und auch schnell einen guten gefunden. Er ist relativ schlicht und ohne viel Schnickschnack. Weil ich auf dem Gebiet noch nicht so bewandert bin, dachte ich mir, ist das gar nicht mal so schlecht. Das einzige was mir wichtig war, ist, dass er sich wie eine Reisetasche öffnen lässt und man somit nicht immer alles durchwühlen muss, bis man das richtige findet. Ich habe ihn dann für 60 $ gekauft, ihn ein bisschen geputzt und jetzt sieht er wieder aus wie neu. Ich bin damit jetzt erst mal echt zufrieden.


Direkt nach dem Frisörtermin
So sieht meine Frisur jetzt aus
Wie ihr vielleicht schon im letzten Post gesehen habt, sind meine Haare um einiges kürzer. Ich habe schon zwei Jahre mit dem Gedanken gespielt und mir es dann als Vorsatz für 2016 gefasst, endlich meine Haare abzuschneiden. Über 30 cm sind abgekommen und nun trage ich einen Bob. Ich mag's schon leiden, aber ich bin einfach ein Langhaar-Mädchen und freue mich schon, wenn sie wieder etwas gewachsen sind. Anfangs war es echt ungewohnt, aber inzwischen ist es schon total normal.

Da ist das gute Stück 
Station Wagon
Erstes eigenes Auto
Camping-Ausrüstung is verstaut
Und jetzt wohl zur größten Neuigkeit: Ich habe mir ein Auto gekauft. Ja, ihr habt richtig gelesen! Das Automieten hier in Australien ist wahnsinnig teuer und der Autokauf ist oft deutlich günstiger, vor allem, wenn man etwas länger unterwegs ist. Also haben meine beste Freundin Merle und ich uns überlegt, dass es sinnvoller ist ein Auto zu kaufen und ganz fleißig Angebote verglichen. Mitte Januar habe ich dann einen Mitsubishi Magna aus dem Jahr 2002 gekauft. Das ausschlaggebende Argument hier war die relativ niedrige Kilometerzahl und das junge Baujahr (für ein Backpacker-Auto ist das wenig). Das Auto kam mit allem möglichen Camping-Zubehör und wir haben erstmal ordentlich durchgemistet, was wir überhaupt brauchen. Wir haben noch zusätzliche eine Matratze gekauft, damit wir im Auto bequem schlafen können und das Auto sehr gründlich geputzt, jetzt sieht es schon deutlich wohnlicher aus. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr auf unseren Roadtrip!

Das war's auch erst mal mit den ganzen Neuigkeiten, bald kommt noch ein Post über unsere Reiseroute.

Bis bald, Lisa 

Dienstag, 2. Februar 2016

I do believe it's time for another adventure {Kurztrip Red Centre}


Vom 6. bis 10. Januar war ich für 5 Tage im Red Centre. Dies war mein einziger Urlaub während der Aupair-Zeit, deswegen habe ich es sehr genossen. Ich will euch ein paar Bilder zeigen und erzählen, was wir alles so gemacht haben.


Erst wollte ich während der Zeit bei der Familie nach Tasmanien fliegen. Dafür sollte man aber mehr Zeit einplanen und zudem ist dort gerade Hochsaison und die Flüge waren unglaublich teuer. Deswegen habe ich mir überlegt, was ich sonst innerhalb eines Kurztrip besichtigen kann. Da ich unbedingt den Uluru sehen wollte und ich oft gelesen hatte, dass dafür ein verlängertes Wochenende reicht, habe ich mich für das Outback entschieden. Ich habe auch nach Travelmates gesucht, aber keiner hatte zur gleichen Zeit frei. Also habe ich mich entschieden alleine zu fliegen. Alleine in den Urlaub zu fahren ist ja auch mal eine Erfahrung wert. Die Flüge nach Alice Springs kosten das ganze Jahr über in etwa gleich viel, von daher machte das auch keinen Unterschied. Also habe ich im Dezember meinen Flug nach Alice Springs gebucht. Eine Woche später wollte ich eine geführte Tour für 3 Tage buchen, aber bei meiner gewählten Organisation waren schon alle Plätze voll, also musste ich auf eine andere umsteigen. Günstig war der ganze Spaß auch nicht, die Flüge von Sydney nach Alice Springs kosten um die 600 $ und die Tour hat auch noch mal etwas mehr als 400$ gekostet, also habe ich insgesamt mehr als 1000 $ ausgegeben (entspricht momentan 650€). Als dann endlich alles geklärt war (meine Gastmutter hat mir ganz viel geholfen und für mich rumtelefoniert) und ich auch die Nächte im Hostel gebucht hatte, war es dann auch schon bald soweit. 

Am Flughafen von Sydney
Der erste Blick auf den roten Sand des Outbacks 
Aussicht vom Anzac Hill
Am 6.1. bin ich morgens mit dem Zug zum Flughafen gefahren, das ist in Sydney zum Glück ganz einfach. Ich habe eingecheckt und hatte zum Glück nur Handgepäck dabei. Um 9:50 ging es mit einem dreistündigen Flug nach Alice, dort war dann auch noch mal eine Zeitverschiebung von anderthalb Stunden nach Sydney. Schon verrückt, dass man innerhalb Deutschlands höchstens eine Stunde fliegen muss um ans komplett andere Ende zu kommen und man in Australien nach 3 Stunden gerade mal die Hälfte des Landes durchquert hat. Auf dem Flug habe ich größtenteils geschlafen. In Alice Springs angekommen bin ich zum Shuttle Schalter und habe die Fahrt zum Hostel organisiert, das hat auch schnell geklappt. Am Hostel angekommen musste ich einchecken und habe das Vierbettzimmer bezogen. Im Zimmer habe ich dann auch Susanne kennengelernt und wir haben uns zusammen die Stadt angeguckt und sind zum Anzac Hill hoch, von wo man eine tolle Sicht auf die Stadt hat. Allerdings ist Alice Springs echt nicht sonderlich schön und war wie verlassen. Man hat nur viele Aboriginals auf den Straßen gesehen, einem wurde aber davon abgeraten sie anzusprechen. Susanne und ich sind noch gemeinsam zum Supermarkt gegangen und haben uns Nudeln mit Pesto zum Abendessen gekocht. 

Tankstelle mitten im Nirgendwo
Hit the Road
Roadhouse Curtin Springs
Endlich da: der Uluru!
Touri-Foto 
Uluru von Nahem 
Das einzige Wasserloch in einem Umkreis von vielen Kilometern

Walk um den Uluru
Steinwelle, die als Höhle genutzt wird
Uluru bei Dämmerung 
Sonnenuntergang..
... und tiefer...
... und tiefer ... 
... und so gut wie weg
Am Donnerstag ging es dann ganz früh los. Um 4:45 musste ich an der Bushaltestelle stehen und wir wurden von unserem Tourguide AJ abgeholt. Wir sind durch Alice Springs gefahren und haben die anderen Teilnehmer an den verschiedenen Orten abgeholt. Danach ging eine lange Busfahrt Richtung Uluru los. Jede Stunde haben wir an den kleinen Roadhouses und Tankstellen angehalten und eine kleine Pause gemacht. Diese kleinen Häuschen sehen echt so aus, wie man sich sie vorstellt. Und es ragten einfach Tankstellen aus dem Nirgendwo, das fand ich auch sehr witzig. Um die Mittagszeit sind wir dann an unserem Campground angekommen, haben den Bus entladen und uns frisch gemacht. Wir sind dann zum Yulara Airport gefahren, um noch ein paar Leute aufzusammeln. Von dort aus ging es zu einer Aussichtsplattform, von wo man das erste Mal den Uluru in voller Pracht sehen konnte. Danach sind wir direkt an den Rock rangefahren und ein Stück um ihn herumgelaufen. Der gesamte Gang um den Felsen war aufgrund der hohen Temperaturen nicht möglich, dann werden einige Abschnitte gesperrt. Von nahem sah es noch mal ganz anders aus. AJ hat uns zwischendurch immer wieder etwas zur Kultur der Aboriginals und zur Entstehung der Landschaft erzählt, zum Glück auch so, dass jeder es verstehen konnte. Nach den paar Stunden laufen in der Hitze ging es zurück zum Camp, wo wir uns erstmal erholen konnten. Wir haben zusammen Gemüse geschnippelt und Essen gekocht. Nach dem Abendessen ging es dann auf eine Aussichtsplattform, um den Sonnenuntergang anzusehen. Leider ging die Sonne hinter den Kata Tjuta unter und nicht hinter dem Uluru, sodass die Sicht auf den Ayers Rock nicht sehr spektakulär war. Einen wunderschönen Sonnenuntergang in tollen Farben hatten wir aber trotzdem. Danach ging's gleich ins Bett oder besser gesagt in die "Swags", eine australische Form des Schlafsacks aus Plane, sodass man unter dem Sternenhimmel schlafen konnte. Der Himmel war so klar, da wir so weit von jeglicher Zivilisation entfernt waren. Das war echt eines der Highlights. Allerdings war es sehr schwer, ein schönes Foto zu machen.

Sonnenaufgang... 
... und höher ... 
... und höher ...
... und höher ...
... und da war die Sonne da. 
Walk durch die Kata Tjuta
Valley of the Winds 
Kata Tjuta
Es war so schön!
Mount Ebenezer
Sternenhimmel
Am nächsten Tag wurden wir um 4:30 geweckt, haben unsere Swags eingerollt, schnell gefrühstückt und dann ab in den Bus. Wir sind zu einer Aussichtsplattform gefahren, um den Sonnenaufgang anzusehen. Diesmal ging die Sonne auch direkt hinter dem Uluru auf und es war magisch, alle paar Minuten haben sich die Farben geändert, bis die Sonne dann sichtbar war. Von der Aussichtsplattform ging es dann weiter zu den Kata Tjuta, ebenfalls einer Felsformation in der Nähe, mindestens genauso schön, aber weniger vermarktet. Von dort haben wir eine Wanderung durch das "Valley of the Winds" gestartet. Der Wanderweg war schon nicht ganz ohne und vor allem mit der immer höher steigenden Sonne war das echt kein Spaß mehr. Oben angekommen hatte man dann aber eine wundervolle Sicht auf ein Tal, das aussieht wie die Landschaft in dem Dinosaurier-Film "Ein Land vor unserer Zeit". Zum Glück gab es auf dem Wasserstation, sonst wären wir wahrscheinlich eingegangen. Wieder zurück beim Bus, ging es dann weiter zu unserem nächsten Camp. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Mal gestoppt, einmal an einer Aussichtsplattform für die Kata Tjuta, dann um den Mount Ebenezer und einen ausgetrockneten Salzsee anzugucken und am Schluss noch um Feuerholz zu sammeln. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Wildpferde gesehen, die zwischen den Bäumen umher jagten. Am späten Nachmittag sind wir im nächsten Camp angekommen, waren dort ein bisschen im Pool und haben wieder zusammen essen gekocht. Diesmal gab es Spaghetti mit Känguru-Bolognese. Man konnte es zwar essen, hat aber den etwas strengen Geschmack des Kängurus schon erkannt. Auch heute sind wir wieder früh ins Bett gegangen, da es am nächsten Tag früh weiter ging. Wir haben unterm Sternenhimmel um ein Lagerfeuer geschlafen und ich habe es geschafft ein einigermaßen schönes Bild zu machen. Das Einschlafen fiel mir relativ schwer, da es ziemlich windig war und wir ja in einer Wüste waren. Also habe ich die ganze Zeit Sand ins Gesicht bekommen und war ab einem gewissen Zeitpunkt komplett eingestaubt. Und dann ist etwas ganz schreckliches passiert... Ich merke auf einmal, dass etwas auf meinem Bein sitzt und schüttel es. Ich setze mich auf, schüttel auch meinen Schlafsack aus und was fällt raus? Ein 10 bis 15 cm großer Skorpion. Unser Guide hatte uns vorher noch gesagt, dass diese Tiere eigentlich nicht so nah an die Menschen kommen, aber das war wohl falsch. Ich konnte auf jeden Fall nicht mehr schlafen, haben langsam meine Sachen zusammengesucht und dabei den Skorpion im Auge behalten. Dann bin ich möglichst schnell zu einem anderen Mädchen ins Zelt, die auch noch nicht schlafen konnte, weil sie Angst vor den Dingos hatte. Zusammen ging es dann aber einigermaßen mit dem Schlafen.

Sonnenaufgang über'm Canyon
King's Canyon
Garden of Eden 
Witzige Rockformation
Die Reisegruppe
Überall rote Steine 
Back in Alice Springs
 Dementsprechend müde war ich am nächsten Tag und bin auch schlecht aus dem Bett gekommen. Um 4 Uhr wurden wir geweckt, damit wir früh genug am King's Canyon, unserem heutigen Ziel, sind, um noch vor Sonnenaufgang den steilen Anstieg zu bewältigen. Wir waren dann auch schnell am King's Canyon und haben vorher noch unsere Wasserflaschen aufgefüllt. Mir ist eine Biene in die Flasche geflogen, sodass ich mein ganzes kühles Wasser auskippen musste. Gerade als wir oben angekommen waren, ging die Sonne auf und das war sehr schön über der Schlucht. Danach sind wir eine Weile gewandert und haben die aufgehende Sonne genossen, während es noch nicht so heiß war. Nach der Hälfte der Strecke sind wir dannen die Schlucht runter zum sogenannten "Garten Eden". Dort haben wir ein bisschen Pause gemacht und das Grün mitten in der Wüste bestaunt. Dann ging es noch eine ganze Weile wieder zurück zum Bus. Nach dieser Wanderung haben wir kaum noch etwas gemacht, wir sind nur zurück nach Alice Springs gefahren und haben auf dem Weg an den gleichen Roadhouses gehalten. Die waren dann beim zweiten Mal nicht mehr so spannend. Gegen 16 Uhr waren wir wieder in Alice und ich habe ins Hostel eingecheckt und hatte endlich wieder Empfang, um mal die Nachrichten von zuhause anzugucken. Bald darauf ist Susanne auch da gewesen und wir sind zusammen zum Supermarkt gelaufen, um für's Abendessen einzukaufen. Es gab wieder Nudeln mit Tomatensoße, das ist einfach am günstigsten. Den Rest des Abends saßen wir noch beim Hostel mit ein paar Leuten, sind aber auch früh schlafen gegangen. Den King's Canyon haben übrigens fast alle aus meiner Tour als das Highlight gesehen und das war sicherlich auch berechtigt. Mein absolutes Highlight war aber nachts der Sternenhimmel.

Sydney's Küstenlinie
Weil einige aus unserem Zimmer schon früher abgereist sind, bin ich schon relativ früh wach gewesen. Susanne und ich haben uns dann zum Frühstück Pancakes gemacht und den Morgen entspannt angehen lassen. Gegen 10:30 wurden wir vom Shuttle beim Hotel abgeholt und wurden zum Flughafen gebracht. Da ich ja nur Handgepäck hatte ging es für mich relativ schnell, aber ich habe mich mit Susanne angestellt, sie ist nämlich auch nach Sydney geflogen. Nach der Sicherheitskontrolle mussten wir noch etwas warten, bevor der Flug um 12:15 zurück ging. Die Zeit im Flugzeug verging wieder relativ schnell und es gab super leckeres Essen. In Sydney sind wir auch schnell aus dem Flugzeug raus und haben den Zug in die Innenstadt genommen. Gegen 18:30 war ich dann zuhause.


Alles in allem, war es schon eine schöne Reise und ich bin auch froh, dass ich nun das Wahrzeichen Australiens mal gesehen habe. Allerdings hatte ich es überwältigender erwartet und es war schon viel Geld für so eine kurze Zeit. Missen will ich es trotzdem nicht und ich bin glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben!

Bis bald, 
Lisa