I do believe it's time for another adventure {Kurztrip Red Centre}
Vom 6. bis 10. Januar war ich für 5 Tage im Red Centre. Dies war mein einziger Urlaub während der Aupair-Zeit, deswegen habe ich es sehr genossen. Ich will euch ein paar Bilder zeigen und erzählen, was wir alles so gemacht haben.
Erst wollte ich während der Zeit bei der Familie nach Tasmanien fliegen. Dafür sollte man aber mehr Zeit einplanen und zudem ist dort gerade Hochsaison und die Flüge waren unglaublich teuer. Deswegen habe ich mir überlegt, was ich sonst innerhalb eines Kurztrip besichtigen kann. Da ich unbedingt den Uluru sehen wollte und ich oft gelesen hatte, dass dafür ein verlängertes Wochenende reicht, habe ich mich für das Outback entschieden. Ich habe auch nach Travelmates gesucht, aber keiner hatte zur gleichen Zeit frei. Also habe ich mich entschieden alleine zu fliegen. Alleine in den Urlaub zu fahren ist ja auch mal eine Erfahrung wert. Die Flüge nach Alice Springs kosten das ganze Jahr über in etwa gleich viel, von daher machte das auch keinen Unterschied. Also habe ich im Dezember meinen Flug nach Alice Springs gebucht. Eine Woche später wollte ich eine geführte Tour für 3 Tage buchen, aber bei meiner gewählten Organisation waren schon alle Plätze voll, also musste ich auf eine andere umsteigen. Günstig war der ganze Spaß auch nicht, die Flüge von Sydney nach Alice Springs kosten um die 600 $ und die Tour hat auch noch mal etwas mehr als 400$ gekostet, also habe ich insgesamt mehr als 1000 $ ausgegeben (entspricht momentan 650€). Als dann endlich alles geklärt war (meine Gastmutter hat mir ganz viel geholfen und für mich rumtelefoniert) und ich auch die Nächte im Hostel gebucht hatte, war es dann auch schon bald soweit.
Am Flughafen von Sydney
Der erste Blick auf den roten Sand des Outbacks
Aussicht vom Anzac Hill
Am 6.1. bin ich morgens mit dem Zug zum Flughafen gefahren, das ist in Sydney zum Glück ganz einfach. Ich habe eingecheckt und hatte zum Glück nur Handgepäck dabei. Um 9:50 ging es mit einem dreistündigen Flug nach Alice, dort war dann auch noch mal eine Zeitverschiebung von anderthalb Stunden nach Sydney. Schon verrückt, dass man innerhalb Deutschlands höchstens eine Stunde fliegen muss um ans komplett andere Ende zu kommen und man in Australien nach 3 Stunden gerade mal die Hälfte des Landes durchquert hat. Auf dem Flug habe ich größtenteils geschlafen. In Alice Springs angekommen bin ich zum Shuttle Schalter und habe die Fahrt zum Hostel organisiert, das hat auch schnell geklappt. Am Hostel angekommen musste ich einchecken und habe das Vierbettzimmer bezogen. Im Zimmer habe ich dann auch Susanne kennengelernt und wir haben uns zusammen die Stadt angeguckt und sind zum Anzac Hill hoch, von wo man eine tolle Sicht auf die Stadt hat. Allerdings ist Alice Springs echt nicht sonderlich schön und war wie verlassen. Man hat nur viele Aboriginals auf den Straßen gesehen, einem wurde aber davon abgeraten sie anzusprechen. Susanne und ich sind noch gemeinsam zum Supermarkt gegangen und haben uns Nudeln mit Pesto zum Abendessen gekocht.
Tankstelle mitten im Nirgendwo
Hit the Road
Roadhouse Curtin Springs
Endlich da: der Uluru!
Touri-Foto
Uluru von Nahem
Das einzige Wasserloch in einem Umkreis von vielen Kilometern
Walk um den Uluru
Steinwelle, die als Höhle genutzt wird
Uluru bei Dämmerung
Sonnenuntergang..
... und tiefer...
... und tiefer ...
... und so gut wie weg
Am Donnerstag ging es dann ganz früh los. Um 4:45 musste ich an der Bushaltestelle stehen und wir wurden von unserem Tourguide AJ abgeholt. Wir sind durch Alice Springs gefahren und haben die anderen Teilnehmer an den verschiedenen Orten abgeholt. Danach ging eine lange Busfahrt Richtung Uluru los. Jede Stunde haben wir an den kleinen Roadhouses und Tankstellen angehalten und eine kleine Pause gemacht. Diese kleinen Häuschen sehen echt so aus, wie man sich sie vorstellt. Und es ragten einfach Tankstellen aus dem Nirgendwo, das fand ich auch sehr witzig. Um die Mittagszeit sind wir dann an unserem Campground angekommen, haben den Bus entladen und uns frisch gemacht. Wir sind dann zum Yulara Airport gefahren, um noch ein paar Leute aufzusammeln. Von dort aus ging es zu einer Aussichtsplattform, von wo man das erste Mal den Uluru in voller Pracht sehen konnte. Danach sind wir direkt an den Rock rangefahren und ein Stück um ihn herumgelaufen. Der gesamte Gang um den Felsen war aufgrund der hohen Temperaturen nicht möglich, dann werden einige Abschnitte gesperrt. Von nahem sah es noch mal ganz anders aus. AJ hat uns zwischendurch immer wieder etwas zur Kultur der Aboriginals und zur Entstehung der Landschaft erzählt, zum Glück auch so, dass jeder es verstehen konnte. Nach den paar Stunden laufen in der Hitze ging es zurück zum Camp, wo wir uns erstmal erholen konnten. Wir haben zusammen Gemüse geschnippelt und Essen gekocht. Nach dem Abendessen ging es dann auf eine Aussichtsplattform, um den Sonnenuntergang anzusehen. Leider ging die Sonne hinter den Kata Tjuta unter und nicht hinter dem Uluru, sodass die Sicht auf den Ayers Rock nicht sehr spektakulär war. Einen wunderschönen Sonnenuntergang in tollen Farben hatten wir aber trotzdem. Danach ging's gleich ins Bett oder besser gesagt in die "Swags", eine australische Form des Schlafsacks aus Plane, sodass man unter dem Sternenhimmel schlafen konnte. Der Himmel war so klar, da wir so weit von jeglicher Zivilisation entfernt waren. Das war echt eines der Highlights. Allerdings war es sehr schwer, ein schönes Foto zu machen.
Sonnenaufgang...
... und höher ...
... und höher ...
... und höher ...
... und da war die Sonne da.
Walk durch die Kata Tjuta
Valley of the Winds
Kata Tjuta
Es war so schön!
Mount Ebenezer
Sternenhimmel
Am nächsten Tag wurden wir um 4:30 geweckt, haben unsere Swags eingerollt, schnell gefrühstückt und dann ab in den Bus. Wir sind zu einer Aussichtsplattform gefahren, um den Sonnenaufgang anzusehen. Diesmal ging die Sonne auch direkt hinter dem Uluru auf und es war magisch, alle paar Minuten haben sich die Farben geändert, bis die Sonne dann sichtbar war. Von der Aussichtsplattform ging es dann weiter zu den Kata Tjuta, ebenfalls einer Felsformation in der Nähe, mindestens genauso schön, aber weniger vermarktet. Von dort haben wir eine Wanderung durch das "Valley of the Winds" gestartet. Der Wanderweg war schon nicht ganz ohne und vor allem mit der immer höher steigenden Sonne war das echt kein Spaß mehr. Oben angekommen hatte man dann aber eine wundervolle Sicht auf ein Tal, das aussieht wie die Landschaft in dem Dinosaurier-Film "Ein Land vor unserer Zeit". Zum Glück gab es auf dem Wasserstation, sonst wären wir wahrscheinlich eingegangen. Wieder zurück beim Bus, ging es dann weiter zu unserem nächsten Camp. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Mal gestoppt, einmal an einer Aussichtsplattform für die Kata Tjuta, dann um den Mount Ebenezer und einen ausgetrockneten Salzsee anzugucken und am Schluss noch um Feuerholz zu sammeln. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Wildpferde gesehen, die zwischen den Bäumen umher jagten. Am späten Nachmittag sind wir im nächsten Camp angekommen, waren dort ein bisschen im Pool und haben wieder zusammen essen gekocht. Diesmal gab es Spaghetti mit Känguru-Bolognese. Man konnte es zwar essen, hat aber den etwas strengen Geschmack des Kängurus schon erkannt. Auch heute sind wir wieder früh ins Bett gegangen, da es am nächsten Tag früh weiter ging. Wir haben unterm Sternenhimmel um ein Lagerfeuer geschlafen und ich habe es geschafft ein einigermaßen schönes Bild zu machen. Das Einschlafen fiel mir relativ schwer, da es ziemlich windig war und wir ja in einer Wüste waren. Also habe ich die ganze Zeit Sand ins Gesicht bekommen und war ab einem gewissen Zeitpunkt komplett eingestaubt. Und dann ist etwas ganz schreckliches passiert... Ich merke auf einmal, dass etwas auf meinem Bein sitzt und schüttel es. Ich setze mich auf, schüttel auch meinen Schlafsack aus und was fällt raus? Ein 10 bis 15 cm großer Skorpion. Unser Guide hatte uns vorher noch gesagt, dass diese Tiere eigentlich nicht so nah an die Menschen kommen, aber das war wohl falsch. Ich konnte auf jeden Fall nicht mehr schlafen, haben langsam meine Sachen zusammengesucht und dabei den Skorpion im Auge behalten. Dann bin ich möglichst schnell zu einem anderen Mädchen ins Zelt, die auch noch nicht schlafen konnte, weil sie Angst vor den Dingos hatte. Zusammen ging es dann aber einigermaßen mit dem Schlafen.
Sonnenaufgang über'm Canyon
King's Canyon
Garden of Eden
Witzige Rockformation
Die Reisegruppe
Überall rote Steine
Back in Alice Springs
Dementsprechend müde war ich am nächsten Tag und bin auch schlecht aus dem Bett gekommen. Um 4 Uhr wurden wir geweckt, damit wir früh genug am King's Canyon, unserem heutigen Ziel, sind, um noch vor Sonnenaufgang den steilen Anstieg zu bewältigen. Wir waren dann auch schnell am King's Canyon und haben vorher noch unsere Wasserflaschen aufgefüllt. Mir ist eine Biene in die Flasche geflogen, sodass ich mein ganzes kühles Wasser auskippen musste. Gerade als wir oben angekommen waren, ging die Sonne auf und das war sehr schön über der Schlucht. Danach sind wir eine Weile gewandert und haben die aufgehende Sonne genossen, während es noch nicht so heiß war. Nach der Hälfte der Strecke sind wir dannen die Schlucht runter zum sogenannten "Garten Eden". Dort haben wir ein bisschen Pause gemacht und das Grün mitten in der Wüste bestaunt. Dann ging es noch eine ganze Weile wieder zurück zum Bus. Nach dieser Wanderung haben wir kaum noch etwas gemacht, wir sind nur zurück nach Alice Springs gefahren und haben auf dem Weg an den gleichen Roadhouses gehalten. Die waren dann beim zweiten Mal nicht mehr so spannend. Gegen 16 Uhr waren wir wieder in Alice und ich habe ins Hostel eingecheckt und hatte endlich wieder Empfang, um mal die Nachrichten von zuhause anzugucken. Bald darauf ist Susanne auch da gewesen und wir sind zusammen zum Supermarkt gelaufen, um für's Abendessen einzukaufen. Es gab wieder Nudeln mit Tomatensoße, das ist einfach am günstigsten. Den Rest des Abends saßen wir noch beim Hostel mit ein paar Leuten, sind aber auch früh schlafen gegangen. Den King's Canyon haben übrigens fast alle aus meiner Tour als das Highlight gesehen und das war sicherlich auch berechtigt. Mein absolutes Highlight war aber nachts der Sternenhimmel.
Sydney's Küstenlinie
Weil einige aus unserem Zimmer schon früher abgereist sind, bin ich schon relativ früh wach gewesen. Susanne und ich haben uns dann zum Frühstück Pancakes gemacht und den Morgen entspannt angehen lassen. Gegen 10:30 wurden wir vom Shuttle beim Hotel abgeholt und wurden zum Flughafen gebracht. Da ich ja nur Handgepäck hatte ging es für mich relativ schnell, aber ich habe mich mit Susanne angestellt, sie ist nämlich auch nach Sydney geflogen. Nach der Sicherheitskontrolle mussten wir noch etwas warten, bevor der Flug um 12:15 zurück ging. Die Zeit im Flugzeug verging wieder relativ schnell und es gab super leckeres Essen. In Sydney sind wir auch schnell aus dem Flugzeug raus und haben den Zug in die Innenstadt genommen. Gegen 18:30 war ich dann zuhause.
Alles in allem, war es schon eine schöne Reise und ich bin auch froh, dass ich nun das Wahrzeichen Australiens mal gesehen habe. Allerdings hatte ich es überwältigender erwartet und es war schon viel Geld für so eine kurze Zeit. Missen will ich es trotzdem nicht und ich bin glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben!
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