Schon vier Monate, wow! Kinners, wie die Zeit rennt. Ich verbringe jetzt noch zwei Monate bei meiner Gastfamilie und dann geht's an Reisen, darauf freue ich mich ja schon riesig. Aber jetzt noch mal zu dem, was so in den letzten Wochen passiert ist.
Mitte November ist ein Paket von Mama angekommen mit einem selbstgemachten Adventskalender und ich habe mich so gefreut und bin rumgesprungen wie ein kleines Kind, Mama ist einfach die Beste! Da Adventskalender hier nicht so üblich sind, habe ich für meine Kids auch einen Kalender gebastelt und befüllt, worüber sie sich auch jeden Tag freuen.
Paket von Mama
Adventskalender für meine Kids
Ich bin noch ein paar Mal einfach in der Stadt gewesen, habe mich umgeguckt, den Charme der Stadt genoßen und Weihnachtsgeschenke gekauft. Besonders am Mrs. Macquarie's Chair, einer Landzunge, von der man einen wundervollen Ausblick auf die Skyline Sydneys hat, habe ich mich richtig in die Stadt verliebt. Erst hatten wir ja ein bisschen Startschwierigkeiten, aber inzwischen finde ich es so wunderschön hier.
Schönster Blick auf Sydney
Skyline vom Mrs. Macquarie's Chair
Größter Atlas der Welt
Vor dem Opera House
St. Mary's Cathedral
Einen Tag sind Claire und ich noch in ein Stadtviertel namens Glebe gefahren, waren dort auf einem kleinen Markt, wo ich mir ein tolles Armband gekauft habe, und danach bei einem buddhistischen Tempel. Vorher haben wir noch durch Zufall die Sydney University gefunden und waren sehr beeindruckt. Auf dem Rückweg waren wir auf dem oft empfohlenen Fischmarkt, fanden es aber beide ganz schrecklich dort und waren schnell wieder weg.
Innenhof der Universität
Sydney University
Ich gehe eigentlich immer ganz gerne alleine ins Museum, da man dann die Ruhe hat, alles im eigenen Tempo anzusehen. Deswegen war ich einen Sonntag im Sydney Museum, das sich mit der Geschichte Sydneys beschäftigt. Es war zwar interessant, aber es gab wenig Ausstellungsstücke und nur viel Text an den Wänden und das hätte man dann auch in einem Buch lesen können.
Panorama früher und heute
An einem Dienstag mit total gutem Wetter bin ich dann mit einem Mädchen an den Manly Strand gefahren, ein total bekannter Beach in Sydney. Dort haben wir einfach die Sonne genossen und im Meer gebadet. Das hat einfach so Spaß gemacht, ich wusste gar nicht, wie ich das vermisst habe. Zurück sind wir dann mit der Fähre gefahren und dort hatte man dann nochmal einen tollen Ausblick auf die Gegenden an der Waterkant und schlussendlich auch auf's Opera House und die Harbour Bridge.
Manly
Blick von der Fähre
Opera House und Harbour Bridge again
Letztes Wochenende habe ich dann mit zwei Mädels den Bondi to Coogee Walk gemacht. Das ist ein 6 km langer Weg am Ozean und ganz vielen Stränden vorbei, ein absolutes Highlight in Sydney. Ich fand's zwar ganz schön, aber nicht so außergewöhnlich. Am Ende haben wir noch ein bisschen am Bondi Beach entspannt und den Surfern zugeguckt.
Niedliche Bucht
Blick beim Bondi to Coogee Walk
Der Wind hat schöne Fotos erschwert
Coogee
Bondi Beach
SMILE!
Ein bisschen wie an der Berliner Mauer
Am Sonntag habe ich dann mit Claire eine Fähre nach Cokatoo Island genommen und wir haben uns dort ein bisschen umgeguckt. Es ist eine Insel im Hafen, auf der früher viel Industrie war. Man konnte durch die alten Produktionshallen und Schächte laufen und es hatte einen ganz besonderen Charme. Außerdem hatte man eine wundervolle Aussicht auf die Skyline Sydneys. Nach einem leckeren Eis haben wir dann weiter die Fähre bis nach Parramatta genommen. Die gesamte Fahrt hat insgesamt zwei Stunden gedauert und da man sonntags immer nur 2,50 $ bezahlt, sind wir sehr günstig davongekommen. Am Schluss geht der Hafen in einen Fluss über, der von Mangroven gesäumt wird und das war auch toll anzusehen.
And again
Cokatoo Island
Die Aussicht genießen
Der Alltag hat sich hier inzwischen auch schon eingespielt und heute beginnen die Sommerferien, das werden lange sechs Wochen... Die neue Gegend und das Haus gefallen mir aber super.
Mein Kleiner
Blüte in der Nachbarschaft
Jetzt steht Weihnachten schon fast vor der Tür. Ich bin natürlich ein bisschen traurig nicht bei meinen Liebsten zuhause zu sein, freue mich aber auch, Weihnachten mal komplett anders am Strand zu verbringen.
Ihr hört bald wieder von mir! Und ich freue mich nach wie vorher über Kommentare.
Ich wollte euch immer noch mal von unserem Umzug nach Sydney erzählen, bin aber irgendwie nie richtig dazu gekommen. Es gibt eigentlich immer genug zu tun und eine Woche war ich dann auch ziemlich am kränkeln und nicht sonderlich produktiv. Das Video ist schon ein paar Tage fertig und darin erzähle ich ziemlich ausführlich, wie alles abgelaufen ist. Aber ich will es hier auch noch mal niederschreiben.
Mein ausgeräumtes Zimmer, komischer Anblick...
Riesige Kistenstapel
Am Montag, den 9.11., mussten wir aus unserem Haus raus. Ich habe vormittags die Packer beaufsichtigt und noch ein paar Dinge erledigt, wie den Kühlschrank ausräumen und Wäsche machen. Die Packer haben alles, was noch nicht von uns selbst verstaut wurde, in Kisten gepackt und ich stand für Fragen bereit. Am Nachmittag sind wir dann in ein Ferienhaus für die restliche Zeit gefahren. Dort waren die Tage ziemlich normal. Ich hatte ein kleines süßes Zimmer und einen riesigen Schrank, der von meinen wenigen Klamotten ganz und gar nicht ausgefüllt war.
Im Ferienhaus mit meinen Jungs
Am Freitag ging's dann richtig los. Um 7:30 wurden wir vom Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort haben wir dann eingecheckt und mussten auch noch Gepäck aufgeben, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollten. Dann mussten wir die Kinder bei Laune halten bis es ins Flugzeug ging. Der Flughafen Melbourne-Avalon ist echt winzig.
Auf dem Weg zum Flughafen
Warten auf den Flug
Unser Flugzeug
Der Flug dauerte nur eine Stunde und ich habe mich größtenteils um Johnny gekümmert, der ganz still war während des Fluges, sehr untypisch für ihn. Angekommen in Sydney mussten wir das Gepäck abholen, was zum Glück wahnsinnig schnell ging und wurden dann wieder von einem Taxi abgeholt. Auf der Fahrt ins neue Zuhause konnte ich schon einen ersten Blick auf Sydney werfen.
Über den Wolken
Johnny war nicht so begeistert vom Fliegen
Schön fand er den Ausblick trotzdem
Auf dem Weg ins neue Zuhause
Im Haus angekommen haben wir uns erst einmal umgeschaut und dann angefangen Kisten auszupacken. Ich sollte ursprünglich mit den Kindern in ein Indoor-Playcentre fahren, aber da alle schon ziemlich müde waren, sind wir dort geblieben und ich habe mitgeholfen. Ich habe größtenteils die Kinderzimmer und das Spielzimmer eingeräumt, weil ich mich da einfach am besten auskenne. Zwischendurch habe ich mich auch immer mal wieder um die Wünsche der Kids gekümmert. Abends habe ich dann auch noch alle ins Bett gebracht, damit meine Gasteltern möglichst viel im Haus schaffen.
Der ganze Tag kam mir so viel länger vor und ich war abends ganz schön platt und bin nur noch ins Bett gefallen. Am nächsten Tag habe ich dann mein Zimmer noch eingeräumt und dann war der Umzug auch eigentlich schon vollbracht.
Falls ihr ein paar detaillierter Infos haben wollt, guckt euch einfach das Video zum Umzug an, da beschreibe ich alles ausführlicher.
Ich habe ja jetzt eine neue Adresse und freue mich immer auch über Post. Falls jemand also die Möglichkeit noch nutzen will, solange ich einen festen Wohnort habe, und mir eine Karte schreiben möchte, kann mich gerne nach der Adresse fragen.
Demnächst kommt jetzt auch noch ein Post zu meinem ersten Monat!
Seit meinem Abflug aus Deutschland schreibe ich täglich Tagebuch. Warum? Um all' die schönen, kleinen, aber auch großen, besonderen Momente nicht zu vergessen. Denn wie sonst will ich mich in 10 Jahren noch daran erinnern, wann meine Kinder das erste Mal "I love you" zu mir gesagt haben oder wie es sich angefühlt hat vor der Weite der Grampians zu stehen. Ich möchte mich nämlich nicht nur grob und schleierhaft an alles erinnern, sondern mir auch die Details wieder ins Gedächtnis rufen können. Dafür stecke ich liebend gerne etwas mehr Zeit in mein Tagebuch.
Als ich 2012 für drei Monate in Frankreich war, wurde uns von der Organisation gesagt, dass es gut wäre, wenn wir ein Tagebuch während des Aufenthaltes schreiben. Das habe ich dort also getan. Und drei Jahre später ist es immer noch schön, durch das Buch zu blättern und sich an alles zu erinnern. Das Gleiche wollte ich mir auch für die Zeit in Australien ermöglichen. Also kam ein Moleskine mit in den Koffer.
Inzwischen ist das erste Buch gefüllt. 192 Seiten voll mit Erinnerungen und schönen Momenten. Ich wollte meine Lieblingsseiten gerne mit euch teilen und euch vielleicht dazu ermutigen, auch die besonderen Tage festzuhalten.