Go to bed with dreams. Wake up with plans {Wochenendtrip Grampians}
Am Wochenende sind Friederike, ein anderes Au Pair hier, und ich zum Grampians National Park gefahren. Um 9:30 hat sie mich abgeholt und los ging die Fahrt. Wir hatten zum Glück das Auto ihrer Gastfamilie zur Verfügung und konnten somit ganz bequem dorthin fahren. Unser erster Stop war nach circa 2 1/2 Stunden Bunjil's Shelter, ein kleiner Hügel mit der bedeutendsten Aboriginal-Malerei der Umgebung. Weit und breit waren sonst keine Menschen und wir fanden das schon ein bisschen gruselig. Auf dem Hinweg haben wir die Malerei total übersehen und sind bis ganz oben gewandert. Der Weg hat sich aber total gelohnt, da man durch eine ziemlich Dürre gelaufen ist und es total toll aussah. Außerdem hatte man einen tollen Ausblick auf die Grampians. Auf dem Rückweg haben wir dann auch die Malerei gefunden, die total offensichtlich von einem Metallkäfig geschützt wurde. Es ist mir immer noch ein Rätsel, wie wir das übersehen konnten. Die Malerei an sich war aber total unspektakulär.
Aussicht auf die Grampians
Aboriginal-Malerei
Danach ging's weiter nach Halls Gap, dem Ausgangspunkt für unsere Ausflüge in die Grampians. Wir haben uns in der Touristeninfo schlau gemacht, was man so machen sollte. Unser erster Stop waren dann das Reed-Lokoout und die "Balconies", Felsenterassen, die aus dem eigentlichen Gebirge rausragen. Dort haben wir natürlich ganz viele Fotos gemacht und ich habe mich sogar getraut, auf den eigentlichen "Balkon" zu klettern. Dafür musste man einen ganz schmalen Weg entlang und stand dann ganz nah am Abgrund. Ich hatte noch nie so einen Adrenalinschub und so viel Angst, denn wenn man 10 Zentimeter weiter den Fuß abgesetzt hätte, wäre man ein paar hundert Meter tief gefallen. Im Nachhinein fand ich es ziemlich verrückt, was wir da so gemacht haben.
Felsen beim Reed-Lokoout
Auf dem oberen Balkon
Auf der unteren Terrasse
Der nächste Halt waren die Mackenzie Falls, ein riesengroßer Wasserfall. Man konnte runter zum Fluss gehen und ihn von einer erhöhten Plattform angucken. Wir haben natürlich beides gemacht und es hat sich echt gelohnt. Auf dem Weg haben wir dann ein kleines Wallaby getroffen, das ein Baby hatte und überhaupt nicht scheu war. Wir haben dann gewartet, bis es weitergehüpft ist. Später haben wir noch eines gesehen, aber das ist ganz schnell vor uns abgehauen.
Mackenzie Falls
Wallaby mit Baby
Der letzte Stop für diesen Tag war das Boroka Lookout, von dem man eine tolle Aussicht auf die Umgebung hatte. Eigentlich wollten wir dort den Sonnenuntergang angucken, aber die Sonne ist in die falsche Richtung untergegangen, deswegen haben wir uns entschieden, lieber noch im Dunklen nach Halls Gap zu fahren. Dort haben wir im YHA Grampians Hostel eingecheckt, dass wir schon im Vorhinein über das Internet gebucht hatten. Wir waren echt zufrieden, alles war sehr ordentlich und sauber und sehr nachhaltig eingerichtet. In unserem Zimmer waren noch zwei andere nette Mädels aus Deutschland, die auch einen Wochenendtrip gemacht haben. Wir sind noch lecker Burger essen gewesen und dann ins Bett gefallen. Auf dem Weg zum Restaurant haben wir auf einer Wiese noch um die 40 Kängurus gesehen, die dort gegrast haben. Einige Leute haben sie sogar gestreichelt, aber das haben wir uns nicht getraut. Trotzdem waren sie ziemlich zahm und sind uns überhaupt nicht ausgewichen.
Friederike und ich
Blick auf die Umgebung
Am Sonntag waren wir dann früh hoch, haben gefrühstückt und uns dann auf zum Wonderland Carpark gemacht. Von dort sind wir dann circa zwei Stunden zum Pinnacle und zurück gewandert. Obwohl der Hinweg aufgrund der starken Steigung anstrengend war, war es so wunderschön. Die Natur war einfach so toll und man hatte immer wieder einen klasse Ausblick. Wir sind auch an einem kleinen Wasserfall und an der Silent Street, einer schmalen Weg zwischen zwei Felsplatten, vorbeigekommen. Die Aussicht vom Pinnacle war auch einfach unschlagbar. Als wir wieder zurück beim Auto waren, kamen uns ganz viele andere Menschen entgegen und wir waren froh, dass wir schon so früh da waren. Wir machten uns dann auch schon auf dem Heimweg.
Wanderung zum Pinnacle
Sicht vom Ende der Silent Street
Wasserfall auf dem Weg
Aussicht vom Pinnacle
Aussicht vom Pinnacle
Silent Street
Mittags haben wir noch mal für ein paar Stunden in Ballarat Pause gemacht und uns die Stadt angeguckt. Die Innenstadt war bis auf die Museumsfront nicht so schön, dafür fanden wir den See, der extra für's Rudern der olympischen Spiele in Australien errichtet wurde, echt schön. Nach einer Fast-Motorpanne haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und sind Sonntagabend dann wieder gut behütet in Geelong angekommen.
Olympia-Zeichen in Ballarat
Goldgräber-Museen in Ballarat
Es war echt ein wundervolles Wochenende, an dem wir viel erlebt haben! Ich freue mich so, dass es gut geklappt hat und das Wetter auch einigermaßen mitgespielt hat.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich über all eure Gedanken <3